Versicherungsgesellschaften sind bemüht, die Beitragsberechnung möglichst risikogerecht zu gestalten. Aus diesem Grunde erfolgt die Berechnung aufgrund bestimmter Risikomerkmale. Dabei werden objektive und subjektive Risikofaktoren unterschieden. Der Unterschied liegt darin, dass subjektive Risikofaktoren nicht sofort als solche erkennbar sind. Ein objektiver Risikofaktor ist beispielsweise die jährliche Laufleistung des versicherten Fahrzeugs. Je weniger Kilometer ein Fahrzeug gefahren wird, desto geringer ist natürlich auch die Gefahr eines Unfalls.
Definition für subjektive Risikomerkmale?
Oftmals werden subjektive Risiken auch als moralische Risiken bezeichnet. Subjektive Risikofaktoren stehen immer in direkter Verbindung mit der Person des Versicherungsnehmers. Dabei ist das subjektive Risiko abhängig vom Verhalten, von der eigenen Wertvorstellung oder auch von der persönlichen Einstellung.
Was sind subjektive Risikomerkmale?
Zu den subjektiven Risikomerkmalen gehört zum Beispiel der Beruf, das Alter oder das Geschlecht des Versicherungsnehmers. Auch die Regionalklasse und die Schadenfreiheitsklasse sind subjektive Risikofaktoren. Ein gutes Beispiel ist das Geschlecht des Fahrers. Statistisch gesehen verursachen weibliche Fahrer weniger Unfälle als männliche. Deshalb erhalten Frauen bei einigen Versicherungen auch einen sogenannten Ladyrabatt. Es ist jedoch nicht sofort erkennbar, warum Frauen eine günstigere Prämie erhalten sollen als Männer.
Anzahl subjektiver Risikomerkmale nimmt zu
Versicherungsgesellschaften werden immer erfindungsreicher, wenn es darum geht, neue subjektive Risikofaktoren einzuführen. Dadurch sollen Tarife individueller gestaltet werden, um sich von konkurrierenden Unternehmen zu differenzieren. Jedoch ist diese Praktik bei vielen Fachleuten auch umstritten. Für den Versicherungsnehmer bedeutet dies, dass es immer schwieriger wird, die Beitragsberechnung bei der Autoversicherung nachzuvollziehen. Zum einen legt jede Versicherung selbst fest, welche subjektive Risikomerkmale sie bei der Beitragsberechnung berücksichtigt. Zum Zweiten werden die einzelnen Merkmale je nach Versicherung auch unterschiedlich gewichtet. Deshalb sollten Autofahrer immer einen genauen Versicherungsvergleich durchführen, um den günstigsten Tarif zu finden.
Online den günstigsten Tarif finden
Wer eine Autoversicherung sucht, sollte zum einen darauf achten das der neue Tarif alle gewünschten Leistungen enthält. Darüber hinaus ist es aber auch wichtig, dass der Tarif möglichst viele subjektive Risikofaktoren enthält, die sich für den jeweiligen Autofahrer positiv auswirken. Dabei bieten Autoversicherungsrechner den Vorteil, dass dabei alle Risikomerkmale systematisch abgefragt werden. Nach Eingabe aller wichtigen Faktoren vergleicht der Rechner eine Vielzahl verschiedener Tarife und sucht die individuell für den jeweiligen Autofahrer günstigen Tarife.
Weitere Einteilungen der Risikofaktoren
Risikofaktoren werden zudem noch unterschieden, ob sie sich auf das Fahrzeug oder den Versicherungsnehmer beziehen. Fahrzeugbezogene Risikofaktoren sind zum Beispiel die Typklasse oder das Alter des Fahrzeugs. Dagegen ist das Alter des Versicherungsnehmers oder die Schadenfreiheitsklasse Risikofaktoren, die vom Fahrer abhängig sind.
Weitere Rabattmöglichkeiten nutzen
Neben den Risikofaktoren gibt es noch weitere Rabatte, mit denen sich bei der Versicherungsprämie sparen lässt. Relativ neu ist beispielsweise der Öko oder Umweltrabatt. Diesen erhalten Versicherungsnehmer, wenn das versicherte Fahrzeug nur eine bestimmte Menge CO2 ausstößt. Zudem bietet auch eine Werkstattbindung die Möglichkeit, bis zu 20 Prozent der Versicherungsprämie einzusparen. Der Versicherungsnehmer verpflichtet sich dabei, eine Reparatur ausschließlich in einer von der Versicherung autorisierten Vertragswerkstatt durchführen zu lassen.
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