Rabattretter in der KFZ Versicherung

Der Rabattretter ist eine Option, die von verschiedenen KFZ-Versicherungen angeboten wird. Versicherungsnehmer können diesen kostenlos erhalten, wenn sie eine bestimmte Schadenfreiheitsklasse erreicht haben. Dadurch können Versicherungsnehmer verhindern, dass sie nach einem Schaden eine höhere Versicherungsprämie zahlen müssen.

Wie wirkt sich ein Rabattretter aus?

Die Schadenfreiheitsklasse ist eine der wichtigsten Faktoren, wenn es um die Berechnung der Prämie zur KFZ Versicherung geht. Für jedes Jahr, in dem der Versicherungsnehmer schadenfrei bleibt, rückt er eine Schadenfreiheitsklasse höher. Dadurch verringert sich auch die Prämie ab dem nächsten Versicherungsjahr. Umgekehrt wird der Versicherte nach einem Unfall in der Schadenfreiheitsklasse zurückgestuft. Dabei kann die Rückstufung je nach Versicherung auch über mehrere Schadenfreiheitsklassen erfolgen. Dabei wirkt sich auch eine Rückstufung immer erst auf die Beiträge für das folgende Versicherungsjahr aus. Dies führt dann zu einer deutlichen Verteuerung des Beitrags. Für den Fall, dass der Versicherungsvertrag einen Rabattretter enthält, wird der Versicherte nach einem regulierten Schaden nur soweit zurückgestuft, dass dies nicht zu einer Erhöhung der Prämie führt.

Voraussetzungen für den Rabattretter

Um einen Rabattretter zu erhalten, muss der Versicherungsnehmer eine bestimmte Schadenfreiheitsklasse erreicht haben. Bei den meisten Versicherungen muss der Versicherte in der Schadenfreiheitsklasse 25 oder höher eingestuft sein. Zudem greift der Rabattretter zumeist nur beim ersten Unfall in einem Versicherungsjahr. Jeder weitere Schaden führt dann zu einer entsprechenden Rückstufung und Erhöhung der Prämie. Es gibt jedoch auch Versicherungsgesellschaften bei denen bis zu drei Schadensfällen pro Jahr ohne Prämienerhöhung möglich sind. Deshalb lohnt es sich, die einzelnen Bedingungen vor dem Abschluss einer Versicherung genau zu vergleichen.

Unterschied Rabattretter und Rabattschutz

Nicht zu verwechseln ist der Rabattretter mit einem Rabattschutz. Der Rabattschutz wird von den Versicherungen in der Regel gegen einen Aufpreis angeboten. Dafür hat der Versicherungsnehmer den Vorteil, dass es für eine vereinbarte Anzahl von Schadensfällen zu keiner Rückstufung in der Schadensfreiheitsklasse kommt. Je nach gewählter Versicherung sind bis zu drei Unfälle pro Jahr möglich, ohne das der Versicherte in der Schadenfreiheitsklasse zurückgestuft wird.

Rabattretter und Rabattschutz gelten nur für die aktuelle Versicherung

Die Versicherungsgesellschaften versuchen durch das Anbieten von Rabattretter und Rabattschutz den Versicherten an die Gesellschaft zu binden. Denn diese Optionen gelten nur für die interne Einstufung bei der jeweiligen Versicherung. Bei einem Versicherungswechsel wird der Versicherte nach der Anzahl der Unfälle zurückgestuft. Dies wird dann auch an die neue Versicherung gemeldet, sodass sich die Prämie beim Wechsel entsprechend erhöht.

Der Schadensrückkauf

Es gibt noch eine weitere Möglichkeit, wie man eine höhere Prämie zumindest bei der KFZ-Haftpflichtversicherung verhindern kann. Versicherungsnehmer können bis zu sechs Monate, nachdem die Versicherung einen Schaden reguliert hat, diesen zurückkaufen. Hierzu zahlen sie einfach die Schadenssumme an die KFZ Versicherung zurück. Dadurch erfolgt im nächsten Jahr keine Rückstufung in der Schadenfreiheitsklasse. Liegt die Höhe des Schadens unter 500 Euro, muss die Assekuranz den Versicherten über die Rückkauf Möglichkeit informieren.  Einige Versicherungen bieten die Möglichkeit des Rückkaufs zusätzlich auch bei der Vollkaskoversicherung an.

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