Die Fahrgestellnummer ist im Prinzip die Seriennummer eines Fahrzeugs. Durch die Fahrgestellnummer lässt sich jedes Fahrzeug weltweit einwandfrei identifizieren. Eine Fahrgestellnummer besteht je nach Fahrzeug zwischen 14 und 17 Stellen. Dabei gibt die erste bis dritte Stelle das Baumuster des Fahrzeugs an. Dabei kann zum Beispiel entnommen werden, ob es sich um einen 6-Zylinder oder einen 4-Zylinder handelt. Aus der 4. Stelle geht hervor, ob es sich um einen Benziner oder Diesel handelt. Dabei bedeutet die Ziffer 0 dass es sich um einen einen Benziner handelt und die Ziffer 1 um einen Diesel. Durch die 5. Stelle wird dargestellt, um welchen Fahrzeugtyp es sich handelt. Dabei steht beispielsweise 1 für Limousine und 2 für Coupé. Die 6. Stelle lässt sich nicht mehr für alle Fahrzeugtypen definieren, dass sich daraus ein Sinn ergibt. Die Ziffer 7 gibt an ob es sich um einen Rechts- oder Linkslenker handelt und die 8. Stelle nennt die Getriebeart: d.h. Schaltung oder Automatik. Die 9. - 14. Stelle gibt die Produktionszahl des jeweiligen Fahrzeugtyps an.
Die Nummer war früher auf einer Plakette gedruckt und im Chassis aufgenietet. Aufgrund der vielen Diebstähle und zur höheren Sicherheit wird diese mittlerweile mit immer aufwendigeren Verfahren in den Fahrzeugrahmen eingestanzt. Dadurch lässt sich eine Fahrgestellnummer mittels Röntgenstrahlen wieder herstellen, auch wenn diese heraus gefeilt wurde. Angebracht wird die Nummer an drei verschiedenen Stellen im Fahrzeug. Neben dem Motorraum befindet sie sich auch auf dem Trittblech neben dem Beifahrersitz und im Kofferraum.
Im Jahre 1981 wurde die Fahrgestellnummer durch die neue Fahrzeug-Identifizierungsnummer (FIN) ersetzt. Diese hat im Gegensatz zur Fahrgestellnummer allgemeingültige Normen. Sie besteht generell aus 17 Stellen mit Ziffern und Buchstaben. Alle Hersteller sind gesetzlich dazu verpflichtet eine Fahrzeugidentnummer anzubringen und um im Zentralen Fahrzeugregister zu speichern.