Typklasse

Autoversicherung: Bewegung in Typklassen und Regionalklassen

Es gibt für alles Statistiken. Auch dafür, wo es in Deutschland denn am häufigsten "kracht", also wo die meisten Unfälle passieren. Die Auswertung dieser Daten ist wesentlicher Bestandteil bei der Einteilung ind die Autoversicherung Regionalklasse. Klarer "Gewinner" wenn man davon überhaupt sprechen kann, ist Berlin, doch auch einige bayerische Städte liegen im oberen Bereich, wenn es um Blechschäden geht.

Gerade im Herbst beginnen die alljährlichen Preiskämpfe für die jeweiligen Kfz-Versicherer, denn zu diesem Zeitpunkt besteht die Möglichkeit für die Versicherungsnehmer, zu einem billigeren Anbieter zu wechseln und ihre bestehende Police zu kündigen. Um dies zu verhindern, versuchen die Automobil-Versicherer mit immer besseren Angeboten, die Kunden zu halten oder sogar neue hinzuzugewinnen.

Bereits im letzten Jahr, also 2008 wählen knapp 3 Millionen Autohalter ihren bisherigen Kfz-Anbieter. Dies wird nach Expertenmeinung auch dieses Jahr 2009 wieder passieren. Grund dafür ist die Statistik, die der GVD ( Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft herausgibt. Dieser Verband nimmt dabei alle 19.000 Autotypen- und Modelle unter die Lupe und ermittelt dessen Schadenshäufigkeit.

So ist es die logische Konsequenz, dass bestimmte Fahrzeug-Typen, die recht häufig an Verkehrsunfällen beteiligt sind, in eine wesentlich höhere Typenklasse eingestuft werden. Im Umkehrschluss werden Fahrzeugtypen mit weniger Unfällen zurückgestuft. Sehr zur Freude der Besitzer.

Modelle, deren Fahrer statistisch recht häufig in Unfälle involviert sind, werden von den Statistikern in eine höhere Typklasse eingestuft. Ein Modell, das unterdurchschnittlich häufig mit einem Schaden auffällt, landet in einer niedrigeren Typklasse.

Die Typenklasse ist eine von zwei Grundlagen für die Berechnung der jeweiligen Versicherungsprämie. Dabei spielt es keine Rolle, wie das Fahrzeug versichert ist. Ob Vollkasko-, Teilkasko- oder nur Haftpflichtversicherung, in allen drei Bereichen ist die Typenklasse von Bedeutung. Ist die Typenklasse niedrig, ist auch die Versicherung im niedrigen Bereich. Für etwa 70 % der Fahrer ändert sich in der Haftpflichtversicherung rein gar nichts. Die Typenklasse ändert sich nicht. Für die anderen 30 % verteuert sich die Versicherung oder sie wird billiger.

Ein weiterer Bereich, der für die genaue Prämienberechnung eine Rolle spielt ist die Regionalklasse. Das bedeutet es wird ermittelt, wie oft das jeweilige Fahrzeug in einem bestimmten Landkreis zugelassen ist, wie oft es in Unfälle verwickelt wurde und wie hoch die jeweilige Schadenshöhe war. So können die jeweiligen Beiträge bereits in benachbarten Landkreisen erheblich variieren.
Nutzt man einmal die Statistik, kann man sehen, dass die Fahrzeughalter im Bereich Passau (PA), Berlin (B), Kaufbeuren (KF) die Versicherungsgesellschaften recht oft beansprucht haben. Daher sind diese Gebiete und damit auch die Regionalklassen überdurchschnittlich hoch.

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Kfz Typklassenregelung bei neuen Fahrzeug Modellen

Der Automobilmarkt steigt jedes Jahr von Neuem an. Zahlreiche neue Modelle erscheinen in den Autohäusern. Sobald dies passiert, müssen diese Autos auch in das Typenklassenregister aufgenommen werden.

Doch im Falle eines komplett neuen Modells kann man für die Einordnung in die Typenklassen noch keine Statistik heranziehen. Damit man eine vorläufige Zuordnung durchführen kann, werden die vorhandenen Kriterien hinzugezogen. Hierzu gehören die Leistung PS und KW sowie der Hubraum. So gilt die Faustformel: Je mehr Leistung, desto höher die Typenklasse oder auch umgekehrt. Im Normalfall werden dann zusätzlich noch Schadens- sowie Unfallstatistiken berücksichtigt. Da bei neuen Modellen allerdings noch keine Erfahrungswerte vorhanden sind, muss man sich zusätzlich noch anderer Merkmale bedienen. Dazu zählen modellspezifische Eigenschaften sowie die angebotenen Sicherheitsstandards. Je besser diese sind und je sicherer das entsprechende Modell auch ist, desto geringer ist die Schadenswahrscheinlichkeit.

Zusätzlich nehmen die Treuhänder, die mit der Einstufung betraut sind, die Statistiken und Werte von Vorgängermodellen oder aber auch ähnlichen Modellen des gleichen Herstellers dazu. Auf diese Weise versucht man schon im Vorfeld eine faire Zuordnung zu finden, damit das Auto auch akzeptabel in der Typenklassenliste geführt wird. Sollte sich nach einer Überprüfung zeigen, dass die Einteilung in irgendeiner Art falsch erfolgt ist, kann diese spätestens im Spätherbst, also im Oktober, korrigiert werden. Ab diesem Zeitpunkt kann bei Bedarf das bisherige Verzeichnis angepasst werden.

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Typklassen finden mit Herstellerschlüssel und Typschlüsselnummer

Das Typklassenverzeichnis ist normal eindeutig, doch um die Suche nach der Einstufung des eigenen Fahrzeugs effizienter zu gestalten, können Autofahrer mit Hilfe der Herstellerschlüssel- und Typschlüsselnummer die Typklasse suchen. Der ADAC und das GDV bieten auf ihren Internetseiten die Suchfunktion mit Schlüsselnummer an und so wird man direkt zu dem passenden Eintrag im Typklassenregister geführt und hat sofort die Typklasseneinstufung des gesuchten Fahrzeugtyps.

Den Hersteller und Typschlüssel findet man sowohl auf dem Fahrzeugschein als auch auf der Zulassungsbestätigung. Die Herstellerschlüsselnummer wird mit HSN abgekürzt und die Typschlüsselnummer mit TSN bezeichnet. Auf der Zulassungsbescheinigung findet man die Herstellernummer HSN im Feld 2.1 und die Typschlüsselnummer TSN im Feld 2.2. Die Typschlüsselnummer findet sich im Fahrzeugschein im Feld 3 und die Herstellerschlüsselnummer im Feld 2. Für beide Papiere gilt: Nur die ersten drei Zahlen in den Feldern stellen die Typschlüsselnummer dar.

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Kfz Typklasse bleibt 2010 meist gleich

Das Jahr 2010 bringt wohl viel Neues, doch bei der Kfz Typklasseneinteilung bleibt für 72,8 Prozent der Autofahrer alles beim Alten in der Kfz Haftpflicht. Die Autoversicherungen nehmen nur wenige Umstufungen der Typklassen im nächsten Jahr vor. So müssen nur gut 25,5 Prozent der Autofahrer mit einer Umstufung um eine Klasse rechnen, dies vermeldet der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft. Nur für zwei Prozent der Kfz-Versicherten kommt es zu einer Umstufung um zwei Klassen. Bei dem Klassensystem gibt es insgesamt 16 Typklassen.

Bei den Vollkaskoversicherten sieht es etwas anders aus, hier werden 37 Prozent umgestuft, wovon sich 68,5 Prozent in einer niedrigeren Klasse wiederfinden, wobei bei der Vollkasko 25 Typklassen zur Verfügung stehen. Bei den Teilkaskoversicherten kommt es bei 38,8 Prozent zu einer Umstufung, wobei sich hier 76,5 Prozent in einer günstigeren Klasse wiederfinden.

In der Statistik werden jährlich die aktuellen Daten von 20033 Automodellen und deren Schadensentwicklung ermittelt. Auf Grund dieser Werte werden Neueinstufungen vorgenommen. Laufende Verträge werden somit zum 01. Januar 2010 umgestellt, während Neuversicherungen sofort nach der neuen Einstufung erfolgen.

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