Wird die flexible Hauptfälligkeit der Kfz-Police ein Zukunftsmodell? Gehört der Stichtag, der bisher bei einem Versicherungswechsel einheitlich war, bald der Vergangenheit an? Der Hauptfälligkeitstermin 1. Januar ist nicht mehr Standard. Mittlerweile rücken viele Versicherungsanbieter bei Neuabschlüssen von diesem Termin ab. Sogar die Düsseldorfer ERGO ist diesbezüglich bereits flexibler geworden. Jedoch spricht sich der Mitbewerber HUK-Coburg ganz klar gegen die flexible Terminregelung aus, wie cash-online berichtet.
Bei verschiedenen Anbietern können die Kfz-Kunden nun wählen, wann sie ihre Rechnung begleichen wollen. Zu den Anbietern zählen u. a. D.A.S., Victoria, ERGO und die Hamburg-Mannheimer. Laut Aussage des ERGO-Vorstandsmitglieds Frank Sievers, er ist zuständig für die Kraftfahrsparte, ist für viele Kunden gerade der 1. Januar kein geeigneter Zeitpunkt für die Fälligkeit der Autoprämie, da sich gerade hier eine Menge Zahlungen aufstauen.
Auch der Vertrieb soll auf diese Weise entzerrt werden. Den Außendienstmitarbeitern blieb gerade im letzten Quartal des Jahres kaum Zeit für andere Versicherungszweige, da das Thema Kfz-Versicherung gerade von Oktober bis Dezember aktuell war. Durch die Möglichkeit zu wählen, wann man bezahlen möchte soll dies die nächsten 4 bis 6 Jahre gleichmäßig übers Jahr verteilt sein, so die Aussage des Vorstands.
ERGO-Kunden können bereits jetzt nach Neuabschluss frei wählen. Bestandskunden können nach ihren Wünschen unterm Jahr wechseln, aber nur wenn der bestehende Vertrag im aktuellen Jahr bisher schadenfrei verlaufen ist.
Wie bereits erwähnt, will die HUK-Coburg, immerhin zweitgrößter Kfz-Versicherer nach der Allianz, die flexible Regelung nicht einführen. Als Begründung wurde angegeben, dass nur der 1. Januar als Stichtag eine frühest mögliche Veränderung bei den Schadensfreiheitsklassen gewähren kann, was sich unter Umständen im Geldbeutel auswirken kann.
Laut Meinung der HUK-Coburg, würden viele Kunden ihre Rabatte und Einsparungen erst viel zu spät erhalten. Es handelt sich dabei immerhin um ein Volumen von insgesamt 200 Millionen Euro. Auch würde die Transparenz für den Kunden gefährdet werden, denn die unterschiedlichen Stichtage könnten den Wettbewerb verzerren. Daher hat sich die HUK-Coburg dazu entschlossen, den Termin 1. Januar beizubehalten, denn dies soll einen richtig funktionierenden Wettbewerb und auch weiterhin Vorteile für die Kunden garantieren, so das Unternehmen.
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